Jörgen Bracker

Die 5 Leben des Romanciers

Als Student im Britsh Museum beim Studium griechischer Vasenmalerei: Trinkgefäß (490 -480 v. Chr.).

I. Häuserreste einer Römerstadt bei Xanten ausgraben, eine neue Methode zur ikonographischen Bestimmung römischer Kaiserporträts entwickeln und dann erfolgreich anwenden, das sind die Eckpunkte Wendemarken des jungen Archäologen auf seiner Reise zum Doktorexamen in Münster 1965. Nur wenige Tage später in Köln als Museumsassistent in das unterirdische Köln einzutauchen und bald Aug in Auge dem Inhaber des Poblicius-Grabmals am Eingang des Römisch-Germanischen Museums zu begegnen, raubt ihm fast den Atem. Ebenso ergreifend dann der erste Blick auf die kostbaren Geschenke, die ein über beide Ohren verknallter Liebhaber seiner jung verstorbenen Geliebten als letzten Gruß ins Grab gelegt hatte! Goldene Pantoffeln, so scheint es! Aber es handelt sich um gläserne Behältnisse in Form von Pantoffeln, gefüllt mit goldfarbenem Balsam.

II. Nach Feierabend schleicht sich der Unersättliche zur Gesangsstunde des berühmtesten Tenor der Musikhochschule, Prof, Heinz Marten, um dort seinen starken Bariton zu schulen und die künstlerischen Feinheiten des Liedgesangs zu vervollkommen. In den Folgejahren wird er Kirchen in Norddeutschland in Stunden geistlicher Musik unterstützen.

Jörgen Bracker am Contrabas bei den Kropper Village-Stompers.

III. Im Jahr 1976 wird er zum Museumsdirektor und Professor am Museum für Hamburgische Geschichte ernannt. Der SPD-geführte Senat wünscht, dass dieses Haus als erstes deutsches Museum mit Mitarbeiter-Mitbestimmung geführt werden soll und legt damit den Grund zu einer rasanten Neugestaltung aller Abteilungen und Durchführung weltweit beachteter Ausstellungen zur Arbeiterbewegung, der Geschichte der Juden und ihrer Verfolgung, aber auch zur Hanse, ihrer Lebenswirklichkeit und ihrem Nachleben im Mythos.Wichtig ist ein Hinweis auf die international beachtete Ausstellung PALLADIO in Nordeuropa.  Was da im Museum geschieht, inspiriert Freunde und Gönner der Hamburger Wirtschaft das Haus und seine Mitarbeiter bei der Erneuerung des Konzepts und der Baumaßnahmen wirkungsvoll zu unterstützen, so auch Schaffung des gewaltigen Glasschirms, der den Innenhof überdachen und in den schönsten Festsaal der Stadt verwandeln wird.

IV. Es versteht sich von allein, dass der umtriebige Forscher nach seinem Ausscheiden aus dem Museum Ende 2001 mit neuen Aktivitäten überraschen wird. Er erwirbt einen 1912 erbauten Krabbenkutter FAHREWOHL VON BÜSUM, restauriert ihn und besucht ​unter Segeln, Ost- und Nordfriesland, aber auch die dänische Südsee und mecklenburgischen Hansestädte.

Fahrewohl unter voller Besegelung.

V. An Bord beginnt er, die ersten Historischen Zeitromane,Kurzgeschichten und Gedichte zu schreiben, um den Lesern in einer gewählten Sprache lebensnah das Mittelalter, die frühe Neuzeit und die Entwicklung der Fischerei im Zwanzigsten Jahrhundert näher zu bringen.

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