Jörgen Bracker

TAZ. Die Tageszeitung, 28. 11. 2011: (Petra Schellen): Die Geliebte des Toten war eine von ihnen, und dass die Leute sie alsbald des Mordes verdächtigten, offenbart die Fremdenfeindlichkeit der Gegend. Sie lag in  der Luft, wurde stärker, erste „Wehrvereine“ mit nationalistischem Profil bildeten sich: Keime des Nationalsozialismus , der später in Dithmarschen auf besonders fruchtbaren Boden fiel. … Ein packender, auf einem historischen Fall basierender Roman …

KULTUR PORT, Der Kompass der Künste, 9. 12. 2011(Susanna Schöttmer): „Bei einem wirklich guten Roman muss, so man ich aufteilt, aus jedem Teilstück ein neuer Roman entstehen. So gesehen, ist HINTER DER NEBELWAND ein ungewöhnlich guter Roman. Dass die Handlungsstränge und ihre Verknüpfung sich nicht auf den ersten Blick erschließen, dass der Leser durch geschickt nahegelegte Vermutungen auch nicht selten in die Irre geführt wird, macht durchaus den Reiz dieses Kriminalromans aus. Und es macht nachdenklich: zum guten, weil vollkommen unerwarteten Schluss wird eine ganze Reihe von gewohnten Klischees demontiert. Bracker bedientt sich einer eigenwilligen Sprache, die an Romane des ausgehenden Neunzehnten Jahrhunderts erinnert. Auch dies verdichtet noch die Atmosphäre von Vernebelung, Verschweigen, Undurchschaubarkeit.

KIELER NACHRICHTEN, 22. 10. 2011 (Hannes Hansen): „…Eine weitere Parallele  zu heutigen Problemen wird in einem Nebenstrang des Romans … deutlich: Die menschenverachtende Hartherzigkeit in weiten Teilen der bäuerlichen Bevölkerung ist Thema von der Erzählung von Misshandlung und Missbrauch eines jungen Mädchens, auch sie eine „Polackin“. Mit breitem Pinsel … malt Jörgen Bracker das Panorama einer Gesellschaft vor den sich ankündigen Umbrüchen der Moderne. Die außerordentlich spannende Geschichte mit einem überraschenden Ausgang lebt nicht zuletzt von den stimmungsvollen und sprachlich ansprechenden Landschaftsschilderungen.

Norddeutsche Rundschau, 16. 02. 2012: „Wir sind spannend geködert worden. Da muss man einfach weiterlesen!

Pinneberger Tageblatt: 17. 2. 2012 (Thore Albertsen): „Das Buch vereint einen detailgetreuen, ausgearbeiteten, regionalgechichtlichen Hintergrund mit einer spannenden Kriminalstory, die durch ein überraschendes Ende überzeugt. Angesiedelt in einer Umgebung, die an Theodor Storms Klassiker DER SCHIMMELREITER erinnert, werden Probleme offenbart, die auch heute noch in Teilen bestehen.

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